Wurzelarbeiten
Baumstumpf entfernen: Fräsen oder Ausgraben?
Nach einer Baumfällung bleibt der Wurzelstock häufig im Boden. Ob er entfernt werden muss, hängt von der geplanten Nutzung ab. Für eine ungenutzte Beetfläche kann ein niedriger Stubben akzeptabel sein; unter einem neuen Weg, Rasen oder Bauvorhaben gelten andere Anforderungen.
Wurzelfräsen
Bei der Stubbenfräsung wird der sichtbare Wurzelstock schrittweise zerkleinert und bis zur vereinbarten Tiefe abgetragen. Der umliegende Boden muss dafür nicht großflächig geöffnet werden.
Die Methode ist besonders interessant, wenn:
- der Stumpf unter das vorhandene Bodenniveau gebracht werden soll,
- größere Erdbewegungen vermieden werden sollen,
- der Zugang für die Fräse ausreichend breit ist,
- keine unbekannten Leitungen im Arbeitsbereich liegen.
Weit auslaufende Seiten- und Feinwurzeln bleiben normalerweise im Boden und zersetzen sich mit der Zeit.
Ausgraben
Beim vollständigen Ausgraben müssen Wurzelstock und größere Wurzeln mechanisch freigelegt und herausgehoben werden. Das benötigt mehr Platz, erzeugt eine größere Grube und kann deutlich mehr Bodenbewegung verursachen.
Diese Variante kann sinnvoll sein, wenn der Bereich tiefgründig frei werden muss oder ohnehin umfangreiche Erdarbeiten geplant sind.
Folgefläche vor der Methode festlegen
Die gewünschte Nutzung entscheidet über Frästiefe, Auffüllmaterial und weitere Arbeitsschritte. Für Rasen muss überschüssiges Holzmaterial entfernt und geeigneter Oberboden eingebracht werden. Bei einer neuen Pflanzung sollte geprüft werden, wie viel alter Wurzelraum verbleibt.
Für eine Anfrage zur Wurzelfräsung helfen ein Foto mit Größenvergleich, der ungefähre Durchmesser und die schmalste Stelle des Zugangs.